LUA Presse vom 07.05.2009
„Die
beabsichtigte Auflösung des Landschaftsschutzgebiets Salzburg Süd im
Bereich der Firmen MACO und PORSCHE widerspricht nicht nur den
Zielsetzungen der Salzburger Landesverfassung, sondern auch der
international verpflichtenden Alpenkonvention und den Regeln der EU über
eine Strategische Umweltprüfung“ resumiert Umweltanwalt Wolfgang Wiener
zu seiner Stellungnahme zur Schutzgebietsauflösung für Parkplatzflächen
und Betriebserweiterungen im Auwald (siehe Anhang).
Aus Angst
vor einem negativen Naturschutzverfahren habe die Landesregierung von
langer Hand versucht alle Unwägbarkeiten zu beseitigen. Neue
Raumordnungsinstrumente wurden extra erfunden und einer
„Feigenblatt-Umweltprüfung“ unterzogen, die weitere Prüfungen obsolet
machen soll. Die Auflösung des Schutzgebietes sei der nächste Schritt.
Weiterhin stehen aber eine Reihe von Tier- und Pflanzenarten unter
europäischem Schutz der Vogelschutz- und FFH-Richtlinie.
„Die
Vorgangsweise stößt bereits auf breite Ablehnung in der Öffentlichkeit“
so Wiener. „Zahlreiche namhafte Organisationen wie Umweltdachverband,
Naturschutzbund und Alpenverein haben bereits stark medial kritisiert.
Ein negatives internationales Echo seitens der EU und der
Alpenkonvention ist damit vorprogrammiert. Aufgrund der Hochwertigkeit
des Raumes und der Arten ist vielmehr eine Aufwertung und Erhaltung des
Schutzgebietes gefordert.“
Dr. Wolfgang Wiener
Landesumweltanwalt
Salzburg, am 07.05.2009
Die Stellungnahme
der LUA zum Download
